Monday, 19 May 2008

Erste Fernsehstation Opfer des Internets?


Der vor zwei Jahren gegründete Fernsehsender The CW der speziell die Teenager im Visier hatte, hat große Quotenprobleme. Auch in finanzieller Hinsicht geht es der Fernsehstation überhaupt nicht gut.

Zwei Jahre nachdem CBS Corporation und Warner Bros. ihre Fernsehsender UPN und WB zu dem jugend-orientierten Network The CW zusammen schlossen, wird die Zukunft um die neue Fernsehstation immer düsterer.
Trotz der bekannten Serie «Gossip Girl» , eine Primetime-Soap über eine Gruppe von reichen Jugendlichen, die in der Upper East Side von Manhatten leben, hat das Network 28 Prozent der Zuschauer zwischen 18 und 34 Jahren allein in der TV-Season 2007/2008 verloren. Doch die Werbeindustrie greift gerne auf The CW zurück, da sie dort die junge Zielgruppe erreicht. Dazu gibt es zielgruppenspezifische Formate wie „America Next Topmodel“ oder „The next Pussycat Doll“ bei dem ein Mitglied für die bekannte Popband „Pussycat Dolls“ gesucht wird. Doch wie Steven Kalb, Chef der Agentur Broadcast Media, erklärte, zwar hatten alle im vergangenem Jahr große Hoffnungen in das neue Programm, aber leider, es war eine Katastrophe“.

Das Hauptproblem von The CW ist, dass die Zielgruppe die meiste freie Zeit im Internet verbringt und eben nicht am Fernseher. Der letzte Autorenstreik, der drei Monate andauerte, hat diesen Prozess noch einmal kräftig beschleunigt und dem Sender sowie auch den anderen Networks selbst ein Bein gestellt.

Immer mehr Leute in der Fernsehindustrie gehen davon aus, dass das im Herbst startende Programm die letzte Chance von CW.

Aufgrund des Zuschauerrückganges im Fernsehen beschloss man die im Internet kostenlos bereit gestellten Episoden von «Gossip Girl» wieder offline zu nehmen. Allerdings wurde keine Veränderung der Einschaltquoten verzeichnet.
Es bedarf wohl einer noch cleveren Strategie um die Jugend vom Internet zum Fernsehen zu locken, oder zumindest diejenigen die noch schauen an das Medium TV zu binden.

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